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Der Sacco di Roma 1527: Wie Glaube und Tapferkeit den Papst schützten

Der Sacco di Roma 1527: Wie Glaube und Tapferkeit den Papst schützten

Historischer Kontext des Sacco di Roma
Der Sacco di Roma am 6. Mai 1527 war ein entscheidendes Ereignis während des Krieges der Liga von Cognac, einem Konflikt zwischen Frankreich, dem Papsttum und anderen italienischen Staaten gegen Kaiser Karl V. Die kaiserliche Armee, bestehend aus 14.000 Deutschen (darunter Lutheraner), 6.000 Spaniern und einigen Italienern, war größtenteils unbezahlt und meuterte. Nach dem Tod ihres Anführers Charles de Bourbon während des ersten Angriffs stürmten die Truppen Rom und verursachten weitreichende Plünderungen, Morde und Zerstörung. Dieses Ereignis war eine große Demütigung für das Papsttum und hatte nachhaltige Auswirkungen auf die Machtverhältnisse in Italien.

Papst Clemens VII., Teil der Liga von Cognac, stand im Zentrum dieses Konflikts. Seine Allianz mit Frankreich sollte die Vorherrschaft der Habsburger eindämmen, machte Rom jedoch verwundbar. Die Verteidigung der Stadt war schwach, mit nur 8.000 Mann, darunter 2.000 Schweizer Gardisten, gegen eine überwältigende Streitmacht von 20.000 Söldnern.

Die Rolle der Schweizer Garde beim Schutz des Papstes
Die Schweizer Garde, 1506 als päpstliche Leibwache gegründet, spielte eine entscheidende Rolle während des Sacco di Roma. Am Morgen des 6. Mai 1527 standen 189 Gardisten unter dem Kommando von Hauptmann Kaspar Röist bereit, den Vatikan zu verteidigen. Als die kaiserlichen Truppen die Mauern durchbrachen, leistete die Schweizer Garde im Teutonischen Friedhof, heute Teil des Vatikanstaates, einen heldenhaften letzten Widerstand. Ihre Aufgabe war es, die Angreifer lange genug aufzuhalten, damit Papst Clemens VII. fliehen konnte.

Historische Berichte, wie jene vom Schweizerischen Nationalmuseum, beschreiben, dass 147 Gardisten im Kampf fielen, während nur 42 unter Leutnant Hercules Goldli überlebten. Diese Überlebenden eskortierten den Papst durch den 800 Meter langen Passetto di Borgo, einen geheimen, befestigten Korridor, der den Vatikan mit der Engelsburg verband. Dieser im Jahr 1277 erbaute und später verstärkte Gang war entscheidend für die Flucht des Papstes und zeigt die strategische Planung der päpstlichen Verteidigung.

Die Tapferkeit der Schweizer Garde wird jährlich am 6. Mai im Vatikan mit der Vereidigung neuer Rekruten gefeiert. Diese Tradition, die auf das Ereignis zurückgeht, unterstreicht ihr bleibendes Erbe als Beschützer des Glaubens.

Die Zuflucht des Papstes in der Engelsburg
In der Engelsburg fand Papst Clemens VII. Zuflucht in einer Struktur, die ursprünglich im 2. Jahrhundert als Mausoleum für Hadrian erbaut wurde. Im Laufe der Zeit wurde sie zu einer Festung umgebaut, wobei Päpste wie Nikolaus III. sie im 14. Jahrhundert über den Passetto di Borgo mit der Peterskirche verbanden. Während des Sacco di Roma diente sie als letzter Rückzugsort des Papsttums.

Das Design der Burg war beeindruckend, mit dicken Mauern, Wachtürmen und einem Graben, was sie nahezu uneinnehmbar machte. Historische Aufzeichnungen zeigen, dass die kaiserlichen Truppen, trotz ihrer Überzahl, keine Artillerie besaßen, um diese Verteidigungsanlagen zu durchbrechen. Der meuternde Zustand der Armee nach dem Tod von Charles de Bourbon erschwerte zudem eine koordinierte Belagerung. Der Papst blieb bis zum 6. Juni 1527 in der Burg belagert, als er ein Lösegeld von 400.000 Dukaten zahlte und freigelassen wurde, jedoch bis Februar 1528 unter Hausarrest stand.

Warum die Engelsburg nicht eingenommen werden konnte
Mehrere Faktoren trugen zur Widerstandsfähigkeit der Engelsburg während der Belagerung bei:

Die Belagerung Roms wurde durch eine Kombination aus starken Stadtbefestigungen, dem Mangel an kaiserlicher Artillerie, Führungsproblemen in der kaiserlichen Armee, der strategischen Lage Roms und letztendlich durch erfolgreiche Lösegeldverhandlungen beeinflusst. Diese Faktoren führten dazu, dass die Stadt nicht erobert, sondern die Belagerung durch Verhandlungen beendet wurde.
FaktorBeschreibung
BefestigungDicken Mauern, Wachtürme und ein Graben machten einen direkten Angriff schwierig.
Fehlende ArtillerieDen kaiserlichen Truppen fehlten schwere Belagerungswaffen, um die Burg zu durchbrechen.
Disziplin und FührungDer Tod von Charles de Bourbon ließ die Armee führungslos und unorganisiert zurück.
Strategische LageDie Verbindung zum Vatikan über den Passetto di Borgo ermöglichte schnelle Rückzüge und Nachschub.
LösegeldverhandlungenDie Kapitulation des Papstes und die Lösegeldzahlung beendeten die Belagerung ohne Einnahme.

Die Verbindung zum Vatikan über den Passetto di Borgo war besonders entscheidend, da sie die Flucht des Papstes ermöglichte und eine sichere Kommunikationslinie bot. Historische Berichte heben hervor, dass dieser Gang eine mittelalterliche Sicherheitsmaßnahme war, die sich 1527 bewährte.

Glaube und göttlicher Schutz: Eine christliche Perspektive
Für die christliche Gemeinschaft wurde das Überleben von Papst Clemens VII. als Zeichen göttlichen Schutzes gesehen. Das Opfer der Schweizer Garde, verwurzelt in ihrem Eid, den Papst zu schützen, wurde als Akt des Glaubens und der Loyalität zur Kirche interpretiert. Die Sicherheit des Papstes in der Engelsburg symbolisierte die beständige Stärke der Kirche.

Die Statue des Erzengels Michael auf der Engelsburg, die auf das 6. Jahrhundert zurückgeht, verstärkte diesen Glauben. In der christlichen Tradition gilt Michael als Beschützer der Kirche, und seine Präsenz wurde oft als Symbol göttlicher Obhut in Krisenzeiten gesehen.

Vermächtnis und Gedenken
Der Sacco di Roma schwächte den politischen Einfluss des Papsttums und führte zu einer Abhängigkeit von den Habsburgern. Doch die Heldentat der Schweizer Garde hinterließ ein bleibendes Vermächtnis. Ihr Widerstand wird jährlich am 6. Mai mit der Vereidigung neuer Rekruten im Vatikan gedacht.

Hinweis: Dieser Text wurde in Zusammenarbeit mit einer KI erstellt.

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